• Vom: 12. August 2011
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  • Über Frank Bergmann


    Frank Bergmann (@hildwin), *1966, leitet seit einigen Jahren die Internet-Redaktion der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Nach dem Studium an der TU Braunschweig arbeitete er zunächst im Bonner Abgeordnetenbüro von Eckart von Klaeden und wechselte dann 2001 zur Fraktion. Er bezeichnet sich selbst als Digital Native, da er bereits als Schüler mit 8-Zoll-Disketten unter’m Parka herumlief. Er ist Mitglied des Arbeitskreises Netzpolitik der CDU Deutschlands.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat ihren Abgeordneten bereits in der vergangenen Wahlperiode empfohlen, im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit auch bei abgeordnetenwatch.de für ihre Überzeugungen zu werben und Fragen zu beantworten. Die damalige Parlamentarische Geschäftsführerin Martina Krogmann, die ihren Kolleginnen und Kollegen diesen Rat gab, gehörte in der letzten Wahlperiode zu den Spitzenreitern sowohl bei den Fragen als auch bei deren Beantwortung.

Es gibt in den Reihen der Abgeordneten aller Fraktionen Kritiker, die grundsätzliche Bedenken anführen oder im Einzelfall schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Von den Betreibern abgeordnetenwatch wird ihre Seite als Instrument der transparenten Bürgerkommunikation gepriesen.

Ich bin einer der wenigen, die sich weder den glühenden Befürwortern zurechnen, noch Gegner dieser Seite sind. Abgeordnetenwatch ist EIN Mittel der Öffentlichkeitsarbeit eines Abgeordneten. Eines unter vielen, das durchaus sinnvoll sein kann. Die eigene Meinung wird auf einer unabhängigen Internetseite veröffentlicht und dort von einer Zielgruppe wahrgenommen. Bei ähnlich gelagerten Anfragen kann das Büro auf die einmal gegebene Antwort verweisen, im Idealfall erspart diese einem anderen eine erneute Frage. Journalisten, insbesondere Lokaljournalisten, wird ein wahrer Fundus von Recherchemöglichkeiten eröffnet. Noch zu viele Journalisten haben diese Chance bislang ungenutzt verstreichen lassen.

Aber seien wir ehrlich: Die Wiederwahl hängt nicht davon ab und auch nicht die Nominierung bei der nächsten Wahlkreisaufstellung innerhalb der Partei. Wenn sich ein Abgeordneter gegen eine Teilnahme entscheidet, dann ist das keine Kommunikationsverweigerung oder mangelnde Transparenz, sondern zunächst einfach nur die Entscheidung gegen einen Kommunikationskanal.

Snippets der Antworten auf den Profilseiten von cducsu.de

Auf den Profilseiten der Mitglieder der CDU/CSU-Fraktion werden Schnipsel der aktuellsten Antworten veröffentlicht: Nur bei den Abgeordneten, die sich mit aussagekräftigen Antworten beteiligen, ohne Diskriminierung deren, die dies nicht tun.

Die Snippets werden von der Redaktion von abgeordnetenwatch ausgewählt. Diese Auszüge verweisen auf die ausführliche Antwort bei abgeordnetenwatch. Nach einer ausführlichen Testphase und einem kontinuierlichen Monotoring erfolgt der Import seit geraumer Zeit automatisiert, ohne direkte redaktionelle Begleitung der Internet-Redaktion.

Beispiel: Die Antworten unserer Abgeordneten, die sich beteiligen, werden auf diese Weise im Netz breiter gestreut und leichter auffindbar. In diesem weiteren Sinne steht für die Fraktion nicht die Kommunikation mit dem Fragesteller im Vordergrund, sondern die Multiplikationswirkung der öffentlichen Äußerung.

Hinweis: Dieser Artikel spiegelt die persönliche Meinung des Autors wieder und nicht die Position des Vereins PolitCamp, oder dessen Mitglieder.

Mehr Artikel zum Thema “Abgeordnetenwatch”:

Alexander Kurz: “Von selbsternannten Überwachern und dem Mythos des unnahbaren Politikers

Johannes Kahrs, MdB: Abgeordnetenwatch: Eine bewährte Plattform mit Nachbesserungsbedarf

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4 Kommentare zu “Abgeordnetenwatch ist ein Mittel der Öffentlichkeitsarbeit – eins unter vielen”

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