Es ist noch nicht lange her, da sah man bei netzpolitischen Veranstaltungen immer die gleichen Menschen. Wenn man in einer Woche bei drei Konferenzen war, fuhr man spätestens nach der letzten im Sammeltaxi heim. Man kannte sich ja.
Dieser Tage ist das anders. Immer mehr Leute aus unterschiedlichen Bereichen bringen sich ein. Sie bloggen, kommentieren, twittern und diskutieren bei netzpolitischen Bieren und Sachertorten. Eine Netzpartei sitzt zum ersten Mal in einem deutschen Landesparlament.
Was passiert nun?
Eine breite Emanzipationsbewegung kommt ins rollen. Doch hier wird nicht der Feminismus neu verhandelt. Vielmehr steht die Art und Weise Politik zu betreiben auf dem Prüfstand. Es geht um Dienstwagen, Fahrräder, Lobbygruppen, Vereine, Presseauftritte und Jobs die zu vergeben sind. Und es geht um die Frage, wer sich beteiligt. Junge oder alte, Akademiker oder Arbeiter, Männer oder Frauen.
Führen wir diese Debatten! Versperren wir uns nicht!
Wenn es die Piraten schaffen, ihren Dienstwagen gegen 15 Fahrräder zu tauschen, wenn ein CDU Politiker in der FAZ so klare Worte zum Internet findet, dass er über alle Parteigrenzen hinweg Zustimmung findet, dann werden wir nach einer kurzen Diskussion auch bald mehr Frauen auf den netzpolitischen Podien haben. Danke @habichthorn für den Einwurf. Ich bin jetzt wach.
Hinweis: Dieser Artikel spiegelt die persönliche Meinung des Autor wieder und nicht die Position des Vereins PolitCamp, oder dessen Mitglieder.
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