In der Septemberausgabe von Politik & Kommunikation schreibt der Chefredakteur Sebastian Lange über die Formierung verschiedener Initiativen und Vereine. Darunter über die Gründung der “Digitalen Gesellschaft” von Markus Beckedahl und natürlich auch über die Gründung des PolitCamp e.V.
Womöglich hat das Politcamp von den Querelen beim Start der Digiges gelernt: Denn nicht nur der Beckedahl unterstellte Anspruch, für alle Internetnutzer zu sprechen, rief Kritik hervor. Die Kritiker mahnten auch mehr Transparenz an, weil die Digiges zwar die Gründungsmitglieder öffentlich machte, nicht aber die gesamte Mitgliederliste. Schnell kam der Verdacht auf, es handele sich um ein den Grünen nahestehendes Projekt – schließlich engagierten sich nicht nur Beckedahl, sondern auch einige der Mitgründer wie dessen Agenturkollege Andreas Gebhard oder Benjamin von der Ahé früher bei der Grünen Jugend. Der CDU-Abgeordnete und Netzpolitiker Peter Tauber argwöhnt: „Wer hinter dem BDI, Greenpeace oder Attac steht, wissen wir, doch bei der Digiges ist das nicht der Fall.“ Für Politiker sei es wichtig, Ansprechpartner aus der Zivilgesellschaft zu haben, meint Tauber – nur müsse in Sachen Transparenz für diese das Gleiche gelten wie für Wirtschaftsverbände. Der Politiker lobt den parteiübergeifenden Ansatz des Politcamp-Vereins – und ist dort selbst Mitglied geworden.


Keine Kommentare bisher.