Anwesende Gründungsmitglieder am 6. August 2011 bei der Gründungsversammlung in Hamburg

Der PolitCamp e.V. gründete sich am 6. August 2011 mit ca. 40 Mitgliedern in Hamburg. Einen Monat später war die Mitgliederzahl schon mehr als verdoppelt. Ursprung des Vereins war die gleichnamige jährlich stattfindende Veranstaltung die seit 2009 jedes Jahr über 600 Interessierte aus Web, Politik und Medien zusammen brachte, um über netz- und medienpolitische Themen zu diskutieren.

Netzpolitische Themen sind schon lange keine Randthemen mehr und so finden sich im Netz neben der breiten Masse zunehmend Unternehmen, Interessens- und Medienvertreter, Experten und Politiker aller Couleur. Dass neue Medien dabei auch neue Fragen und Problemstellungen aufwerfen war einer der Gründe, warum der parteiübergreifende Austausch zu netz- und medienpolitischen Themen beim PolitCamp im Vordergrund steht. Dabei werden die Kompetenzen und Erfahrungen verschiedener Mitglieder genutzt und auf eine lebhafte Debatte gesetzt.

Das PolitCamp ist eine interaktive, für jeden Interessierten offene Veranstaltung, bei der die Teilnehmer selbst das Programm (Panels, Workshops und Vorträge) festlegen. Mischung aus vorher festgelegten Diskussionsrunden und spontanen Workshops ermöglicht Erfahrungsaustausch auf großer, kleiner und persönlicher Ebene.

Die dreijährige Erfahrung im Rahmen der Veranstaltungen zeigte den Bedarf nach kontinuierlichem Kompetenz- und Meinungsaustausch auf, auch außerhalb des jährlich stattfindenden PolitCamps.

Nach dem dritten PolitCamp im Juni 2011 in Bonn wurde beschlossen, einen gemeinnützigen Verein zu gründen. So wird das PolitCamp auf noch breitere und stabilere Füße gestellt: es wird neben der jährlichen Veranstaltung vor allem die Förderung des konstruktiven Austauschs als Vereinsziel genannt.

Dies spiegelt sich auch in der Vereinssatzung wieder:

„Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

Zweck des Vereins ist

a) die allgemeine Förderung des demokratischen Staatswesens; hierzu gehören nicht Bestrebungen, die nur bestimmte Einzelinteressen staatsbürgerlicher Art verfolgen oder die auf den kommunalpolitischen Bereich beschränkt sind;

b) die Förderung der überparteilichen netz- und medienpolitischen Diskussionen, um weiterhin einen offenen und konstruktiven Austausch zu ermöglichen;

c) die Vernetzung netzpolitischer Kompetenzen überparteilich zu unterstützen;

d) netz- und medienpolitische Diskussionen innerhalb der Parteien voran zu treiben, ohne jedoch konkrete Handlungsempfehlungen zu geben;

e) die Förderung von medienpolitischen Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen.”

Hinweis: Die vollständige Vereinssatzung wird veröffentlich, wenn der Verein offiziell eingetragen ist.

Dabei war von Anfang an klar, dass der Verein zukünftig nicht die Rolle einer Kampagnenplattform erhalten und absolut überparteilich aufgestellt werden sollte.

Wie schon im ursprünglichen Orga-Team des PolitCamps besteht der Vorstand des Vereins nun auch aus Vertretern von CDU, SPD, FDP, Grüne und der Linkspartei. Der PolitCamp e.V. wird keine konkreten Handlungsempfehlungen oder Positionen erarbeiten, sondern versteht sich viel mehr als überparteiliche Austauschplattform in Sachen Netz- und Medienpolitik.